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Bloggen für den guten Zweck

Es ist August, doch das Wetter erinnert mehr an den Herbst, als an den Sommer und die Temperaturen machen mehr Lust auf Kaffee und Kuchen, als auf Eis oder Freibad...

Passend dazu fiel mir heute morgen die Aktion Bloggen für den guten Zweck von kaffee.de ins Auge, die ich euch hier kurz vorstellen möchte. 

Eine schöne Idee, die Bloggern ermöglicht, an einem durch kaffee.de und den gemeinnützigen Verein Deutsche Tafel e. V. gestifteten sozialen Projekt teilzunehmen, bei dem jeder über die Aktion verfasste Beitrag mit einem Stück Kuchen gezählt wird, das der Tafel für Bedürftige zugute kommt.

Für jeden 25. Eintrag gibt es zudem 500 Gramm Kaffee extra. Die Tafeln e. V. kümmert sich um die Verteilung.

Jeder Beitrag hilft somit, den Kuchenzähler um eins hochzusetzen und spendet ein Stück Kuchen für die Tafel. Der Artikellink muss zuletzt an  redaktion@kaffee.de gesendet werden.

Es lohnt sich also, teilzunehmen und mit einem kleinen Eintrag eine große Freude zu bereiten.

Zur Aktion geht es hier: http://www.kaffee.de/blog/bloggen-fuer-den-guten-zweck

9.8.11 10:29


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Act 2

Kälte - oder: eine Erinnerung in Prosa

A. breitet den dunkelblauen Schneeanzug auf der kleinen Sitzbank aus und hebt den Jungen ebenfalls hinauf. Sie steckt vorsichtig seine Füße in die dick gefütterten Hosenbeine und hilft ihm, den Weg mit den Händchen in die Ärmel zu finden und die Fäustlinge überzuziehen. Als sie ihn fertig angezogen hat und vorsichtig auf den Boden stellt, tut er einige tapsige, unbeholfene Schritte und blickt sie mit einem ganz seltsamen Blick an.

Als er zu weinen beginnt, laut und überfordert und unglücklich, dreht sich die Welt um sie herum unbeirrt weiter, doch in ihrem Kopf springt die Zeit zurück und steigt an einem Moment wieder ein, der bis jetzt vergessen schien. Wie der Arm eines Plattenspielers, der aus dem Takt gekommen und an der falschen Stelle wieder aufgesetzt worden ist, kehren Erinnerungen, Eindrücke und Gefühle einer Zeit zurück, die eigentlich weit zurück geblieben sein müsste. Ihrer eigenen Kindheit.

Vor ihrem Gesicht sieht sie wieder den violetten Schneeoverall von vor vielen Jahren und spürt seine warme Umarmung weich auf der Haut.

Sie fühlt wieder die Angst, die nicht da sein sollte und geboren worden ist aus einem anderen Gefühl aus dem Nichts, aus der Irrationalität ihres kindlichen Denkens und einem leisen Phantomschmerz, der über ihrem ganzen Sein liegt, ohne dass sie wüsste, was es ist, das sie verloren hat, das ihr so schmerzt und sie daran hindert, ausgelassene Freude zu verspüren.
"Wenn ich jetzt sterbe", denkt das 5jährige Mädchen und in ihrem Bauch nistet sich ein großes, schmerzendes Loch ein, das sich füllt mit Schuldgefühlen und Trauer. "Wenn ich jetzt sterbe, haben meine Eltern diesen wunderschönen Schneeanzug umsonst gekauft. Dann hängt er ganz einsam an der Garderobe und kann seinen wunderbaren Zweck nichtmehr erfüllen." Sie hat Angst, dass der Anzug nicht für sie bestimmt ist. Dass sie ihn nicht haben sollte und er zu gut sein könnte. Denn schließlich könnte alles von einem auf den anderen Moment vorbei sein. Einfach so. Und der Gedanke an den nutzlosen Anzug und die Traurigkeit dieser Bestimmung brennt ihr eine kleine Narbe ins junge Herz.

Eine Narbe, die jetzt, wo sie ins tränenüberströmte Gesicht des kleinen Jungens blickt, wieder spüren kann, frisch und noch immer nicht verheilt, voller abgekratztem Schorf. Was bedeutet sie, fragt sie sich. Was bedeutet dieser Schmerz?

Sie nimmt den Kleinen auf den Arm und trägt ihn nach draußen, wo der samtweiche, weiße Schnee seine Gedanken fängt und das Lächeln auf sein Gesicht zurückbringt. Sie bleibt mit der Kälte im Inneren, die nicht weichen will, allein.
30.11.10 19:09


Act 1

~Ich erinnere mich sehr gut daran, dass der Schnee in dieser Nacht wie feiner, dichter Staub zur Erde rieselte und sich sanft auf die dünne Schneedecke, die sich schon am Vortag über die düsteren Straßen gebreitet hatte, legte.
Mit derselben sanften Macht, die ein Teelicht auf die Finsternis auszuüben vermag, wandelte das Wetter für ein paar Minuten die Atmosphäre meiner ganzen Welt.


Es war das Jahr, das mich gelehrt hatte, mit gesenktem Kopf durch die Welt zu gehen und vor meinen zu Boden gerichteten Augen breitete sich, sobald ich in die Dunkelheit hinausgetreten war, ein weißes, geduldiges Meer aus, in dem ohne Unterlass tausend einzelne Flocken glitzerten und vor den Sinnen sprangen, wie tanzende, grelle Funken einer gezündeten Wunderkerze.
Es war ein kurzes Schauspiel, das mich mit jedem schnellen Schritt, den ich tat, blendete und gleichzeitig fesselte. Und so ließ es mich für einen Moment sogar die beißende Kälte vergessen.
Erst, als ich mit zitternden Fingern vor der Haustür stand und in den Manteltaschen nach dem Schlüssel kramte, fuhren der Schock des kalten Windes und der Dinge, die mich seit Tagen beschäftigten, wieder in meine müden Glieder zurück und als sie in der wohligen Wärme des aufgeheizten Wohnzimmers langsam zu neuem Leben erwachten, kamen mit dem Kribbeln auch die schleichende, lähmende Angst und die erdrückende Dunkelheit in mein Herz zurück. ~

 

___________________________

Unvollständig und literarisch very very incomplete^^

Hoffentlich bald ausgebessert.

28.11.10 00:16


Obsession

Sag mir erst:
Warum lässt du mich gehn?
Auf einem Weg, den ich nie nehmen wollte,
der von dir wegführen sollte,
aber immer,
immer wieder nur näher zu dir hinführt
und eine Obsession gebärt,
in der sich doch nur alles um diese Frage dreht.

Sag mir,
warum schickst du den Menschen weg,
der dich noch immer liebt, wie es niemand anders tut.
Wie gerissene Saiten einer Geige machst du mich stumm und taub
und nimmst dem Feuer in meiner Seele alle Luft.

Es will nicht in meinen Kopf.
Vielleicht gibt es dort neben all der Sehnsucht
einfach keinen Platz mehr
und so
nistet es sich stattdessen ein in meinem Herzen,
wo es tobt und wütet und von innen alles zerfrisst,
was vielleicht einmal Glück genannt werden wollte.

________________________

Alt^^ Aber vlt noch immer nicht veraltet.

Stand: März oder April 2009

13.9.10 21:08


Dedicated to fading neverland


~

I remember times
breathing got easier
cradled up against your chest
weak and afraid and needy
maybe it would have felt right
to just fade into that dark
soothing realm
caught somewhere in between insanity
and comforting peace

That night
I wished for the secret ability
of being capable to enforce time
to stop running and keep me caught up in that moments
forever and ever
Until my fear would be gone
until despair slowly vanished
until I got calm
if I could rest in your arms
just a little longer


Dizzily
I listened to the soft thudding sound
of your heart-
enlightening-
under that awesome smell of yours
which I´m secretly, terribly addicted to
And the heat of your body,
the strange hope of yours
that irrational belief into an invisible strenght of mine
infected my whole self


You amazed me
all over these years
that I tried to keep save in my shivering fists
that I awfully wished to not run away
Maybe
I just kept living on for those rare moments
being shyly unfolded by your words
being thightly kept sane
by your closeness


Sometimes
your words
your breath
your self
felt closer than my own skin
and living suddenly felt like flying
fleeing the darkness inside of me
discovering brightness
just by watching you smile
freeing the pathethic wish
to belong to you
and remain in your arms
one more time
forever.

 

13.6.10 21:05


Der verschwundene Ort

Ich zitterte
vor Kälte in der regnerischen Novembernacht

Ich zitterte
vor Glück
als du mich in deine Arme geschlossen hast

Ich zitterte vor Angst
Alleingelassen in einer fremden Welt
in der alles fehlt, was mich einst barg
was mich tröstete
was mich festhielt
fing
vor den tausend Fallen
des Wahnsinns rettete

Ich stehe hier und zittere auf dem kleinen Fels
der emporragt aus dem warmen, tröstlichen Sumpf
der mich versteckte
ging unter dem trüben Wasser
in einem Raum aus perfekter Isolation und Stille
blind und taub
und der Schmerz floss aus
und wurde eins mit dem flüsternden Tränenmeer
unsichtbar

Ich konnte dir nicht helfen
Ich konnte bis zuletzt nichts für dich tun
Du hast gewartet
bis die Furcht verschwand
und sich das Beben in Herz und Körper legte
ich wollte warten
bis auch deine Seele sich öffnen würde
bis auch du deinen Frieden machen könntest
aber ich war bis zuletzt nicht genug
um an dich heranzukommen

Die Zeit stürmte vorbei
in einem endlosen Auf und Ab aus Herbstfarben und bittrer Mandel
wie ein Zug durch einen ausgestorbenen Bahnhof rauscht
rücksichtslos
ohne umzukehren
und die Verlorenen flehen zu hören

Ich kann nicht aussteigen
an diesem Ort
der irgendwann verschwand
in mir selbst
in uns beiden
in deinen Armen
meiner Seele
an dem Ort, zu dem ich immer laufen konnte

Immer kommen
zitternd
weinend
überwältigt von seiner Schönheit
blind vor Furcht

Die Vergänglichkeit verschlang auch ihn
und sein zerfetzes Bild in meinem Innern
zerfällt in tausend Splitter
auf dem blutigen Boden
den du aus Lügen legtest
und das sterbende Mondlicht
bricht sich ein letztes Mal in den Scherben.
zitternd

An diesem Ort
verloren irgendwo in der Finsternis
wartest du dort noch immer?
Allein
Darauf, dass die Zeit sich kehrt
und ich es schaffe
dich ganz zu machen.
vergeblich
27.10.09 19:47


Und manchmal

brennt in mir dieser stumme Schrei

wenn der Regen kommt

und der Anzugmensch auf der Parkbank

die Krawatte schiefträgt

und er klammert sich an seine Laptoptasche

einsam

und er schaut mit einem ganz traurigen Blick in die Ferne

und es zerreißt mein Herz in stiller Qual

weil es manchmal nichts Traurigeres gibt

 

Man kann nicht werden

was man nicht ist.

Man kann nur dessen Maske tragen und deren Sklave werden, dieses Dasein sein Leben lang ertragen und lächeln, lächeln, lächeln, um zu verstecken, wie sie an einem zehrt.

Und doch ist die Versuchung süß. So süß die Begierde nach Akzeptanz, so zart das Verlangen nach Liebe.

Man verkauft seine Seele. Um anderen zu beweisen, wie rein und herrlich sie ist. Man flieht hinter die fremde Existenz und das fremde Wesen, das man zu spielen begonnen hat und nicht mehr aufhören kann.

 

Er trägt eine Maske, der Mensch auf der Bank. Viel zu eng für sein Gesicht, das erst Mitte zwanzig scheint.

Alle Menschen in seinem Büro tragen ihre Masken.

Hinter ihnen wird ihre Unsicherheit weggesperrt. Und Dinge, Charakterzüge, die das Gegenüber nicht wissen muss. Masken, die Kompetenz vermitteln wollen, obwohl man ängstlich ist, Masken, die Einverständnis symbolisieren, obwohl man misstrauisch ist, Masken, die Sympathie heucheln, aber die eigentliche Abneigung verschlucken.

Sie setzen sie immer auf und ab. Viele verschiedene. Situationsabhängig. Und gewissermaßen jede eine kleine Facette aus ihrer Persönlichkeit. Anonymität möchte gewahrt sein. Geheimnisse verschwinden so bequem hinter der reinen Kulisse. Im seinem Büro ist niemand mehr ganz er selbst.

 

Aber es gibt für jeden von ihnen einen Menschen, der hinter diese lügnerischen Schutzfassaden blicken kann. Und er hilft ihnen, sich selbst nicht zu verlieren angesichts den Dingen, die man von ihnen zu sein erwartet, die sich gehören zu sein, die angenehm zu sein wären…

Für jeden. Nur für den jungen Mann nicht. Und nun hat er Angst, er selbst zu sein.

Und niemand

Niemand hört ihm zu, wenn sein Herz schreit: Lass meine Emotionen nicht länger hinter dieser Maske ersticken!

Und er wird sich selbst

So fremd.

Und er möchte fallen

Aber niemand wird ihn auffangen

Weil niemand da ist

Niemand ihn wirklich kennt

Niemand sein Innerstes, sein Wesen kennt

Und all das. All das, das weiß er gar nicht. Er sitzt nur da auf seiner Bank und isst sein kaltes Sandwich. Und schaut in die Ferne.

Und sein Herz ist ganz kalt.

 

 

 

21.6.09 21:41


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